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Gästebuch

Walter
Montag, 8 Oktober 2007
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Leiser Wind durchstreift das Land. Eine Seerose öffnet sich dem ersten Morgenlicht. Morgenrot küsst ihre Blätter. Weich und sanft. Weißt du? Wohin der Wind weht? Weißt du? Wohin sich die Blätter öffnen? Sanft und unwiderstehlich zugleich. Das Schilf spielt Akkordeon über dem Spiegel des Sees. Die Stimme der Sängerin, die das Licht des Tages kündet. Ich höre ihren Klang. Freiheit kündet sie. Die Seerose wiegt sich im Takt. Ihr Duft ist die Weisheit, die in mein Herz dringt. Das Lied der Sängerin - die Seerose lächelt. Ihre Wurzel tief im Wasser. Verankert in der Unendlichkeit der Klarheit.

Liebe Samara,
dein Lied hat mich aufgeweckt und aufgeschreckt zu gleich. Schlaf sanft, das ist vorbei. So also fühlt sich Freiheit an. Überrascht. Das Schneckenhaus hat ausgedient. So steh ich zitternd, lächelnd, aufrecht mit beiden Füßen im Wasser des Sees. Die Blätter der Seerose sind weiß. Du hast es gewusst. Ihr Duft erfüllt mein Herz, die Beine beginnen sich zu bewegen. Ich tanze. Die Sängerin singt ihr Lied für mich. Und der See tanzt mit. Die Seerose wiegt sich lächelnd im Takt.
Danke.

Markus
Montag, 8 Oktober 2007

Liebe Samara,

"am Donnerstag ist Bauchtanzen für Männer" Diese Frage schwebte im Raum, in dem wir alle zusammen saßen. Ich war ganz ruhig. Ja, ja, können sie machen. Ich bin jetzt nicht so der Tänzer. Und Bauchtanz, nun, das brauch' ich nun nicht wirklich. Betrifft mich nicht...
"Kommst Du auch" schallte es zu mir herüber. Äh, wie. Ich? Mit aufgerissenen kindlichen Augen blickte ich in die Runde. Fragende Blicke ruhten auf mir. Ganz ruhig saß ich da und antwortete: "Nö, ich glaub des is nichts für mich". Und meine Gedanken wanderten schon wieder weiter. Thema erledigt. "Weißt Du überhaupt, was Bauchtanz für Männer ist". Aus den Gedanken gerissen, wurden die Augen noch größer... "Ja, klar. Arabische Frauen bewegen sich rhythmisch Hüftwackelnd zur Musik" ... und für Männer. Tja, ähm, hmm, schluck, nee, keine Ahnung... und kam ins grübeln. Wenn ich es nicht kenne, wie kann ich es dann beurteilen oder werten, oder...? "Einverstanden, ich bin dabei"
...
Zugegeben, die ersten Takte mich vor meinem Spiegelbild zu bewegen und mich dabei anzusehen, kostete Überwindung. Mit großen Augen blickte ich mich an. "So gehst Du durchs Leben". Okay. Das sieht jetzt noch nicht so wirklich harmonisch, männlich und selbstbewusst aus. "Versuch doch mal die Hüfte, so zu bewegen". Wie soll das gehen? Da sind Muskeln?. Und tatsächlich. Da sind welche, mit etwas Übung sieht das dann auch wirklich gut aus. Es gibt sogar Muskelkater. Aha, so kann ich mich also auch bewegen zur Musik. Ich sehe mich im Spiegel, die Mimik ist auch verändert. Ich sehe mich als Mann, mit männlichen Augen, ohne den kindlich ängstlichen Blick. Etwas hat sich verändert. Schon nach der ersten Stunde. Ich gehe irgendwie schwebender. Spüre den Körper anders, die Fußsohlen, Schultern, einfach alles. Selbstbewusster. Durch Bautanz für Männer...gehe ich bewusster durch mein Leben, fließender, nehme mein Umwelt besser wahr.

Ich schreite jetzt durchs Leben, mit neuen Schritten, die ich nie mehr missen möchte.

Dafür danke ich Dir wirklich von Herzen.
Markus



Matthias
Montag, 8 Oktober 2007
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Hi Samara,
Als Du das erste mal davon sprachst, eine Bauchtanzgruppe für Männer zu eröffnen, war mir mehr als mulmig bei dem Gedanken. Bauchtanz - das ist doch etwas, was ausschließlich Frauen praktizieren und bei Männern ist das doch nicht passend, oder? Ist es nicht sogar peinlich? Mache ich mich nicht lächrlich? Was hat das bitte mit meiner Entwicklung zu tun?
So weit nur einige meiner Zweifel...Ich erinnerte mich,daß ich einmal Deiner Aufforderung, mich vor dem Spiegel zur Musik zu bewegen nicht nachkommen konnte und wollte. Dann kam die erste Bauchtanzstunde...
Viel Überwindung kostete es mich, die ungelenken Versuche, mein Becken zu bewegen im Spiegel zu verfolgen, wie unrhythmisch und beinahe schwerfällig ich mir vorkam, Muskeln, von deren Existenz ich nichts ahnte schmerzten plötzlich und es wurde eins sonnenklar: ebenso unbeholfen bewege ich mich durchs Leben. Das war es also, was Du denjenigen, die sich trauten ins Tanzen "hineinzuspringen" nur durch diese Erfahrung mitteilen konntest: Tanz ist eine Ausdrucksform des Lebens und die Art und Weise, wie wir unser Leben leben spiegelt sich darin exakt wieder! Schon im Verlauf der ersten Stunde merkte ich, wie mein Becken beweglicher wurde, wie ich mich darauf einlassen konnte, zur Musik zu tanzen und mich dabei im Spiegel zu beobachten. Verblüfft war ich auch davon, daß es tatsächlich möglich ist, verschiedenen Stimmungen und Gefühlen, wie Trauer, Vergnügen, Wut oder Leichtigkeit durch das Tanzen Ausdruck zu geben. Davon hatte ich zwar schon gelesen, aber ob das auch bei mir funktionieren sollte...? Es funktionierte und fühlt sich gegen meine Erwartungen einfach himmlisch an!
Der eigentliche Sinn erschloß sich mir allerdings erst nach dem Tanzen, nämlich beim Heimgehen: Ich merkte, wie ich mit federndem Gang, in meiner Mitte ruhend, sicher und wirklich im Gleichgewicht durch das LEBEN dahinschritt. Wow, was für ein sagenhaftes Gefühl, ich hatte das erste mal den Eindruck, wirklich in Kontakt mit mir selber zu sein. Ich bin sehr glücklich darüber, daß ich mich hartnäckigen inneren Widerständen und all meinen Leitbildern zum Trotz dazu entschieden habe, beim Bauchtanz mitzumachen. Mir führt dieses Beispiel wieder einmal vor Augen, daß man eine Sache immer erst ausprobieren sollte, anstatt sie gleich aus Prinzip abzulehnen. Möglicherweise verpasst man sonst etwas sehr Wertvolles.
Love,Matthias


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